[Haggai XML] Digitalisierungsthread

[Haggai XML] Digitalisierungsthread

Beitragvon skreutzer » 2012-12-13T20:48:05+00:00

Nachdem nun alle größeren Altlasten beseitigt werden konnten, stünde jetzt die Fortführung der Digitalisierung meinerseits an. Das neue Bibelbuch sollte aus dem NT kommen, um mit der Zeit zunächst ein NT zu komplettieren, wenn dieses auch erstmal aus unterschiedlichen Übersetzungstexten bestehen würde (viele Nutzungen finden aber ohnehin getrennt nach Bibelbüchern statt). Da von der Elberfelder 1885 NT her bereits Markus, Lukas und Johannes vorliegen, böte sich Matthäus an, u.a. auch aus synoptischen Gesichtspunkten. Als Digitalisierungstext fiele die Wahl deshalb auf die Elberfelder 1871, weil das das älteste dem Projekt vorliegende Original-Exemplar der Elberfelder-Gruppe ist und ferner die Leute um Wolfgang Schultz den Text des gesamten NTs (und somit auch Matthäus) inzwischen in Zefania XML digitalisiert haben. Von den Arbeitsschritten her würde diese Zefania-XML-Quelle zunächst nach Haggai XML konvertiert werden, dort würde ich den Text gegen die Scans von Martin Arhelger (wir spiegeln eine Kopie) korrekturlesen, und die Anpassungen an Wolfgang Schultz zurückmelden, damit dieser die Vorschläge entweder in seine Dateien übernehmen oder auch ablehnen kann. In der Praxis würde ich wohl einfach nur eine Datei korrekturlesen, aber Anpassungen an beiden vornehmen, und das Zefania XML dann zurückschicken. Dabei sind Differenzen aufgrund der Zeichensetzung und der für unser Projekt spezifischen Digitalisierungsregeln (z.B. Behandlung von Leerzeichen im Fraktursatz, Platzierung von Fußnoten etc.) zu erwarten. Selbige Regeln könnten bei dieser Gelegenheit in der Dokumentation verzeichnet werden, damit Wolfgang Schultz (und Andere) diese bei Bedarf anhand eines Beispiels und samt Begründung nachschauen kann. Einwände, Vorschläge?
Benutzeravatar
skreutzer
Administrator
 
Beiträge: 136
Registriert: 2012-12-13T09:31:37+00:00
Wohnort: Bietigheim-Bissingen

Re: Beginn der Digitalisierung?

Beitragvon skreutzer » 2012-12-14T11:55:09+00:00

In Absprache mit Wolfgang Schultz werden die potentiellen Korrekturen direkt in deren Elberfelder-1871-Repository commited. Damit kann die Korrekturlesung von Matthäus nun beginnen. Die Korrekturen fließen an Wolfgang pro Kapitel zurück, in Haggai XML wird nach Vervollständigung des Bibelbuchs ein checkin erfolgen.
Benutzeravatar
skreutzer
Administrator
 
Beiträge: 136
Registriert: 2012-12-13T09:31:37+00:00
Wohnort: Bietigheim-Bissingen

Re: Beginn der Digitalisierung?

Beitragvon skreutzer » 2012-12-14T13:41:23+00:00

Matthäus 1 steht mittlerweile bereit. Allgemein wurden hauptsächlich Abweichungen vom Original zwecks Berücksichtigung der heutigen Notation und Orthographie zurückgenommen, um ein original-, buchstaben- und strukturgetreues Digitalisat zu erhalten.
Benutzeravatar
skreutzer
Administrator
 
Beiträge: 136
Registriert: 2012-12-13T09:31:37+00:00
Wohnort: Bietigheim-Bissingen

Re: Beginn der Digitalisierung

Beitragvon skreutzer » 2012-12-17T14:57:44+00:00

Gestern hat sich im Zuge der Korrekturlesung und Bereitstellung von Matthäus 2 gezeigt, dass zumindest an dieser Stelle (und vermutlich auch noch an mancher anderer) prinzipielle Abweichungen zur Elberfelder 1871 festzustellen sind: die Fußnote „Morgenländische Priester und Sternkundige“ in Matthäus 2,1 ist der 1871 fremd. Eine kurze Suche im Internet und der Vergleich mit Original-Exemplaren hat ergeben, dass diese Einfügung eher auf die Fassung von 1905 zurückzuführen ist (was ein Stück weit erstaunlich ist, da die 1927er, welche falsch beschriftet als 1905 anzutreffen ist, „Morgenländ. Priester und Sternkundige.“ hat und darum vielleicht doch noch eine digitale 1905er-Version vorliegen könnte, was aber vorher erst im Detail untersucht werden müsste). Gleiche Beobachtung in Matthäus 2,7 und 2,15; während in Matthäus 2,11 die Endnote des Variantenverzeichnisses fehlte (allerdings potentiell ein Einzelfall) und in Matthäus 2,13 sowie 2,20 umgekehrt mit der Elberfelder 1905 eine Fußnote fehlte, die in der 1871er aber enthalten ist. Im Text selbst spiegelt sich dieses Phänomen in Matthäus 2,21 im letzten „er“ wieder. Daraus folgt, dass bei der weiteren Korrekturlesung größere Abweichungen vom Original zu erwarten sind und das Digitalisat der Elberfelder 1871 auf diese Weise erstmalig hergestellt werden muss. Ob in anderen Kapiteln und/oder Bibelbüchern eine andere Qualität anzutreffen ist, wird sich noch herausstellen.
Benutzeravatar
skreutzer
Administrator
 
Beiträge: 136
Registriert: 2012-12-13T09:31:37+00:00
Wohnort: Bietigheim-Bissingen

Re: [Haggai XML] Beginn der Digitalisierung

Beitragvon skreutzer » 2012-12-20T09:27:34+00:00

In Zefania XML werde ich ab jetzt alle

Code: Alles auswählen
<STYLE css="font-size: x-small; color:#8B8378"/>


nur noch als

Code: Alles auswählen
<STYLE fs="super"/>


liefern - ganz so, wie es das Haggai-XML-Schema vorschlägt, denn für ein Bibelprogramm oder einen Print-Prozessor die Fähigkeit, CSS zu interpretieren, vorzuschreiben (oder pseudomäßig auf font-size: x-small; color:#8B8378 abzufragen, was aber natürlich bei minimaler Änderung zu z.B. font-size: x-small; color:#8B8379 schon nicht mehr funktioniert), eine unzumutbare Forderung ist. Zu beachten ist dabei, dass insbesondere bei der Elberfelder 1871 die Einfügungen, die im griechischen Grundtext keine Wort-Entsprechung haben, nicht hochgestellt, sondern etwas verkleinert auf die Grundlinie gesetzt (im Gegensatz zu sub, d.h. tiefgestellt) sind. Das letztendliche Layout muss der Prozessor dann entweder individuell für diese bestimmte Übersetzung definieren, oder aber vereinheitlichend stets gleich behandeln, wobei in beiden Fällen ein Mapping mit der Auszeichnungserklärung im Vorwort stattfinden muss, um dem Leser dann aufzuschlüsseln, welche Auszeichnung was kennzeichnet.
Benutzeravatar
skreutzer
Administrator
 
Beiträge: 136
Registriert: 2012-12-13T09:31:37+00:00
Wohnort: Bietigheim-Bissingen

Re: [Haggai XML] Beginn der Digitalisierung

Beitragvon woschultz » 2012-12-21T05:39:30+00:00

Nun ja

aber x-small bedeutet nun aber kleinerer Schriftgrad als der Rest vom Text und nicht super = Höherstellung ist was anderes oder?

Vielleicht einfach fs="x-small" ohne Farbe?

grüßle

wolfgang

BTW: Generell will ich die ganzen Style-Sachen mit Farbangaben in css auch raushaben :-)
woschultz
 
Beiträge: 68
Registriert: 2012-12-17T19:58:00+00:00
Wohnort: Freiburg

Re: [Haggai XML] Beginn der Digitalisierung

Beitragvon skreutzer » 2012-12-21T09:04:33+00:00

Ja, super ist nicht gerade ideal, nur bis jetzt stimmt das mit unseren anderen bisher digitalisierten Bibeltexten überein. Ich würde es aber gerne anderst auszeichnen, wobei x-small kein gültiges Zefania XML 3.0.0.9.1 ist, und darum auch in Haggai XML nicht zur Verfügung steht. Es gibt „hochgestellt“ (fs="super") und „tiefgestellt“ (fs="sub"), aber kein „verkleinert und auf Grundlinie“ - oder ich habe es bisher übersehen. Wie du siehst, ist auch unser Konzept im Haggai-Schema davon abgekommen, die Auszeichnungsbestandteile logisch auszuzeichnen, es gibt stattdessen tatsächlich die „Formatierung“ im Original wieder (was auch immer „hervorgehoben“ (fs="emphasis") optisch heißen mag, gesperrt im Fraktursatz oder fett in Antiqua), und aus der Definition im Vorwort ergibt sich dann, welcher Darstellung welche Bedeutung zukommt. Insofern könnte man einen neuen FixedStyle small einführen, dann aber gemäß der anderen Style-Namen ohne x-.
Benutzeravatar
skreutzer
Administrator
 
Beiträge: 136
Registriert: 2012-12-13T09:31:37+00:00
Wohnort: Bietigheim-Bissingen

Re: [Haggai XML] Beginn der Digitalisierung

Beitragvon skreutzer » 2012-12-25T15:04:31+00:00

Habe nochmals darüber nachgedacht, ein FixedStyle small ist wahrscheinlich eine relativ gute Lösung, die ich auch in Haggai XML übernehmen würde, sobald sie im Zefania-XML-Schema zur Verfügung steht und von da ab auch entsprechend auszeichnen.
Benutzeravatar
skreutzer
Administrator
 
Beiträge: 136
Registriert: 2012-12-13T09:31:37+00:00
Wohnort: Bietigheim-Bissingen

Re: [Haggai XML] Digitalisierungsthread

Beitragvon skreutzer » 2013-01-27T20:19:50+00:00

Claas hat sich freundlicherweise dazu bereiterklärt, das Evangelium nach Matthäus der Elberfelder 1871 korrekturzulesen, wo ich dann ebenfalls etwas später einsteigen werde. Es gibt aber voraussichtlich einige Stellen, die in Absprache mit Wolfgang zwecks korrekter Wiedergabe geklärt werden sollten - z.B. ob Kommata innerhalb oder außerhalb einer super-Auszeichnung zu positionieren sind. Ich habe dafür eine optische Bewertung vorgenommen, da sich diese kleineren Kommata auch im Neigungswinkel von gewöhnlichen Kommata zu unterscheiden scheinen, während es wiederum andere Kommata innerhalb von super gibt, die mit denen im Fließtext übereinstimmen. Insofern sollte das Original auf eine Regelung hin untersucht werden, anhand welcher derartige Besonderheiten behandelt werden können.
Benutzeravatar
skreutzer
Administrator
 
Beiträge: 136
Registriert: 2012-12-13T09:31:37+00:00
Wohnort: Bietigheim-Bissingen


Zurück zu Elberfelder 1871

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste